Piercing

Piercing
Informationen und Preise

Wir führen schon seit 2009 professionelle Piercings durch. Wir bieten alle Piercingsarten an – außer Intimbereich (m) – und verwenden dabei ausschließlich Titan, um allergische Reaktionen auszuschließen.


Einige Piercingarten, die ihr bei uns stechen lassen könnt: Helix-Piercing, Anti-Helix-Piercing, Anti-Tragus-Piercing, Augenbrauen-Piercing, Austin-Bar-Piercing, Bauchnabel-Piercing, Bridge-Piercing, Brustwarzen-Piercing, Conch-Piercing, Daith-Piercing, Industrial-Piercing, Labret-Piercing, Lippenband-Piercing, Lippen-Piercing, Lobe-Piercing, Madison-Piercing, Madonna-Piercing, Marilyn-Piercing, Medusa-Piercing, Nasen-Piercing, Ohr-Piercing, Philtrum-Piercing, Rook-Piercing, Septum-Piercing, Tongue-Web-Piercing, Tragus-Piercing und Zungen-Piercing.
Intimbereich (w): Christina-Piercing, Klitorispiercing, Klitorisvorhautpiercing, Schamlippenpiercing, Isabella-Piercing und Nefertiti-Piercing.

Einige Preise:
Ohrläppchen 35.-
Industrial 60.-
Skindiver 50.-
Dermal Anchor 60.-
Sonstige 45.-


Pflege und Heilung – Allgemeine Hinweise

Vor dem Piercen dürfen keine blutverdünnenden Medikamente (wie z. B. Aspirin) eingenommen werden, da dies die Wundheilung negativ beeinflusst. Auch auf den Genuss von Alkohol und Nikotin sollte vor dem Besuch im Piercingstudio unbedingt verzichtet werden.

Das frische Piercing sollte möglichst 2-3 mal täglich gereinigt werden, bis die Stelle vollständig abgeheilt sind. Verwendet dazu am besten immer warmes Wasser oder eine Kochsalzlösung, um die Wunde von Schmutz und Bakterien zu befreien. Nach der äußeren Reinigung sollte die Piercingstelle bzw. der Stichkanal desinfiziert werden. Dazu könnt ihr den Stichkanal und auch den Piercingschmuck selbst mit Desinfektionsspray wie Octenisept oder Prontolind einsprühen. Niemals sollte Alkohol zum Säubern der Piercingstelle verwendet werden, da Alkohol die Haut reizt und der Abheilungsprozess dadurch verzögert wird! Wenn die Heilung gut verläuft, kann das Piercing nach ein paar Wochen auch einmal herausgenommen und gründlich gereinigt werden. Man sollte allerdings nicht zulange warten, den Schmuck wieder einzusetzen, da die Piercingstelle sonst zuwachsen kann. Auf Schwimmbad, Sauna und Solarium sollte während der Abheilzeit komplett verzichtet werden!

Bauchnabelpiercing: Achtet bei eurem Bauchnabelpiercing darauf, dass ihr passende Kleidungsstücke auswählt, die nicht auf die Piercing-Stelle drücken oder reiben (z.B. Gürtel).
Intimpiercing: Bei einem Intimpiercing sollte während der Abheilzeit auf jegliche sexuelle Tätigkeit verzichtet werden.
Zungenpiercing: Bei einem frischen Zungenpiercing schwillt die Zunge zunächst stark an. Das Lutschen von Eiswürfeln kann da relativ schnell (und auf angenehme Weise) Abhilfe schaffen und die Heilung fördern.
In den ersten Tagen sollte vor allem auf Alkohol, Tabak und Milch, aber auch auf sehr heiße Getränke oder scharfe Speisen verzichtet werden. Für die Pflege im Mundbereich ist eine Spülung oder eine Lösung zum Gurgeln zu empfehlen.


Juristische Richtlinien für das Piercing

Wie in allen anderen Gewerben, gibt es natürlich auch in Piercingstudios Gesetze, die für jeden Piercer gelten. Hauptsächlich drehen sich die Gesetze um den Nickelgehalt, den ein Piercing enthalten darf. Da Nickel über offene Wunden in den Körper und somit die Blutbahn des Trägers gelangt, kann eine Nickelallergie ausgelöst werden. Ende der 80er stiegen die Fälle von Nickelallergien rapide an, aus diesem Grund beschränkte der Gesetzgeber den Gehalt von Nickel. In unserem Studio wird grundsätzlich nur Titan als Erstschmuck verwendet.

Rechtlich betrachtet ist das Stechen eines Piercings eine strafbare Körperverletzung. Deswegen gibt es auch bei vielen seriösen Piercern eine Einverständniserklärung, in welcher die zu piercende Person erst unterschreiben muss, dass sie die „Körperverletzung“ zulässt und sich der Folgen und Risiken bewusst ist. Dieser „Vertrag“ befreit den Piercer von eventuellen rechtlichen Konsequenzen. Außerdem muss der Piercer vor jedem Piercing ein Beratungsgespräch durchführen, bei dem auf Komplikationen und Gefahren hingewiesen wird. Findet so ein Gespräch nicht statt, kann Gerichtliches Schmerzensgeld eingefordert werden.

In Deutschland darf grundsätzlich jeder gepierct werden, der das 18. Lebensjahr vollendet hat. Im Alter von 7 bis 17 Jahre muss eine schriftliche Einwilligung eines Elternteils vorliegen. Bei Personen unter 14 Jahren lehnen viele seriöse Studios das Piercen gänzlich ab. Im April 2008 startete eine Gesetzesinitiative, welche das strikte Verbot von Körpermodifikation bei Minderjährigen forderte. Allerdings ist dieses noch nicht beschlossen.

Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) definiert unter anderem die Geschäftsfähigkeit. Aus den Paragraphen §106, §107 und §113 geht hervor, dass Minderjährige nur teilgeschäftsfähig sind. Deshalb muss beim Piercen von unter 18-jährigen eine Genehmigung des Erziehungsberechtigten vorliegen. Außerdem können die Erziehungsberechtigten Widerspruch einlegen und den Vertrag, den der Jugendliche geschlossen hat für ungültig erklären. Personen, die unter Alkohol- oder Drogeneinfluss stehen und Personen unter 18 Jahren, die keine Einwilligung des Erziehungsberechtigten vorlegen können, werden grundsätzlich in keinem professionellen Piercingstudio gepierct.